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Ebola-Diagnose: Welche Tests werden eingesetzt?

Ein Überblick über die klinischen und labortechnischen Diagnosemethoden für Ebola-Viruskrankheit, einschließlich PCR, Schnelltests und warum die Diagnose in Ausbruchsgebieten so schwierig ist.

By EbolaMap Editorial ·
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Die diagnostische Herausforderung

Die frühe Diagnose von Ebola ist aus zwei Gründen schwierig:

  1. Frühe Symptome sind unspezifisch – Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen ähneln Malaria, Typhus und anderen häufigen Erkrankungen in betroffenen Regionen
  2. Proben sind gefährlich – infektiöses Patientenmaterial erfordert BSL-4-Laboratorien oder speziell gesicherte mobile Einheiten

Der Goldstandard: RT-PCR

Die Reverse-Transkriptase-Polymerasekettenreaktion (RT-PCR) ist der Goldstandard für die Ebola-Diagnose. Sie erkennt virales RNA-Material im Blut.

Hauptmerkmale:

  • Kann Ebola 72 Stunden nach Symptombeginn nachweisen
  • Sensitivität und Spezifität > 97 %
  • Erfordert spezialisiertes Labor-Equipment
  • Ergebnisse in 3–6 Stunden bei gut ausgestatteten Labors

Einschränkung: Frühe Infektionen (< 3 Tage nach Symptombeginn) können falsch-negativ sein, da die Viruslast noch niedrig ist. Bei negativem Ersttest und anhaltend klinischem Verdacht wird eine Wiederholung nach 72 Stunden empfohlen.

Schnelldiagnosetests (RDT)

Schnelltests wurden für den Einsatz an entlegenen Orten ohne Labore entwickelt. Aktuelle Optionen umfassen:

  • ReEBOV Antigen Rapid Test (Corgenix): Erkennt Ebola-Glykoprotein im Blut oder Plasma
  • OraQuick Ebola Rapid Antigen Test (OraSure): Für Blut- und Oralflüssigkeit

Vorteile: Ergebnisse in 10–15 Minuten, keine Laborausrüstung nötig, mobile Einsatzfähigkeit

Nachteile: Niedrigere Sensitivität als PCR (~91 vs. 97 %), positive Ergebnisse sollten mit PCR bestätigt werden

Serologische Tests (IgM/IgG ELISA)

Enzymgebundene Immunosorbent-Assays können:

  • Akute Infektion (IgM-Antikörper – erscheinen 2–9 Tage nach Symptombeginn)
  • Vergangene Infektion oder Immunität (IgG-Antikörper – persistieren jahrelang)

nachweisen.

Einsatz: Eher für Ausbruchsuntersuchungen und Seroprävalenzstudien als für die akute klinische Diagnose.

Was ist vor dem Test zu beachten?

Laborpersonal muss:

  • Vollständige PSA (BSL-3 minimum) tragen
  • Alle Proben als hochgefährlich behandeln
  • Sichere Transportsysteme (dreifache Verpackung) verwenden
  • BSL-4-Bedingungen für Virusanzucht und bestimmte Tests einhalten

Klinisches Screening vs. Laborbestätigung

Bei Ausbrüchen werden Fallsdefinitionen verwendet, um Ressourcen zu priorisieren:

  • Möglicher Fall: Symptomkompatibles klinisches Bild + Expositionsrisiko (Kontakt, Reise)
  • Wahrscheinlicher Fall: Klinisches Bild + epidemiologische Verbindung zu bestätigtem Fall
  • Bestätigter Fall: Laborbestätigung (PCR oder Antigentest)

Alle möglichen und wahrscheinlichen Fälle werden isoliert und behandelt, während Laborergebnisse ausstehen.

Neue Diagnostikinstrumente

Die WHO und Partner haben in bessere Felddiagnostik investiert:

  • Mobile GeneXpert-Einheiten (Cartridge-basiertes PCR-System, das in Feld-Settings verwendet werden kann)
  • Laborcontainer auf Schiffen und in Ausbruchsgebieten
  • Drohnenliefertests in schwer zugänglichen Regionen